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Neumagen-Dhron erweitert sein historisches Dorfbild


Neumagen-Dhron erweitert sein historisches Dorfbild um einen neuen Platz


Wer auf den Spuren der Römer auf dem archäologischen Rundweg in Neumagen wandelt, wird bald an der Kreuzung der Römerstraße und der Burgstraße einen neuen Platz vorfinden. Der Torturmplatz stellt die südliche Grenze der spätantiken Straßenfestung dar. Die Lage an der südlichen Toranlage verleiht dem Platz seinen Namen.

Die Platzgestaltung
Die trapezförmige Fläche wird so aufgeteilt und gestaltet, dass dem Besucher die Grundrisse der ehemaligen Befestigungsanlage direkt ins Auge fallen. Dieses Bodenbild wird durch unterschiedliche Pflasterung umgesetzt. Anziehungspunkt wird die „Bär-schlägt- Keiler“-Skulptur sein. Platziert im vorderen Zugangsbereich, zieht sie Besucher an und steht stellvertretend für viele Ausgrabungen, welche in Neumagen gefunden wurden. Die Tierfigur zeigt einen Tierkampf, welcher als Sinnbild für Leben und Tod steht. Ihre Entstehung wird um 200 nach Christi datiert. Sie diente als Aufsatz eines großen Grabmals, welches aus Sandstein gemeißelt wurde.

Planung
Nach einer Planungsphase von zwei Jahren soll der Bau im April 2017 beginnen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich acht Wochen dauern. Die Vorplanung übernahm zunächst das Büro Deubert aus Quirnheim. Für die Finalplanung sowie die Bauüberwachung wurde das Büro Garth aus Bernkastel-Kues engagiert. Dank der finanziellen Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz kann das Projekt realisiert werden, für welches sich die Gesamtkosten auf rund 65000 € belaufen.


Historischer Hintergrund
Im frühen 1. Jahrhundert entsteht an der Fernstraße Trier-Bingen-Mainz eineStraßenstation. Die sich daraus entwickelnde Siedlung wird allerdings um 275 nach Christi durch Germaneneinfälle zerstört. Diese ist heute als Rundweg ins Dorfbild eingebettet. In Führungen kann man an einzelnen Stationen den Rundweg erkunden, welche die Besucher in die damalige Zeit versetzen. Steintafeln erklären in verschiedenen Situationen das ovale Kastell. Dieses bestand aus dreizehn ummauerten Rundtürmen sowieeiner nördlichen und südlichen Toranlage.Bei Interesse an den echten Ausgrabungen empfiehlt sich ein Besuch des Rheinischen Landesmuseums in Trier. Im Neumagener Saal finden sich allerlei in Sandstein gehauene Skulpturen sowie Szenen, welche in Neumagen ausgegraben wurden.


Verfasserin: Gudrun Nilles

Das Weinschiff liegt wieder im Hafen


Das Weinschiff ist am Mittwoch, den 05.04.2017 wieder ins Wasser gelassen worden.

Die erste Fahrt findet am Samstag, den 08.04. 2017 statt.

Wir freuen uns auf die kommenden Saison!

Rosenmontagsumzug in Dhron


(grau) Mit dem Motto "Wir machen uns die Welt widdewidde, wie sie uns gefällt" schlängeln sich insgesamt 18 Gruppen in einem bunten Karnevalsumzug an Rosenmontag durch Neumagen-Dhron. Darunter neun Fußgruppen und acht geschmückte Motivwagen. Von diesen werfen die Karnevalisten Süßigkeiten in die Menge herunter, die am Straßenrand steht, winkt und sich bei den Zugteilnehmern mit Helau-Rufen bedankt. Die Veranstalter schätzen, dass sich etwa 2500 Besucher das Spektakel in Neumagen-Dhron anschauen. Der Umzug in der Gemeinde hat Tradition. Bereits seit Jahrzehnten wird er veranstaltet. Trotz des schlechten Wetters wurde im vergangenen Jahr der Zug nicht abgesagt. Die Feier nach dem Umzug ist in der Dhrontalhalle. Dort erwarteten die Organisatoren etwa 500 Gäste. Veranstalter der Party und des Zuges ist die Interessengemeinschaft Dhroner Karneval.(Quelle: Trierischer Volksfreund)

Ersatzfährmann feiert Geburtstag


NEUMAGEN-DhRON (teu) Das Geschehen rund um das Römische Weinschiff und das Verhältnis zwischen den Ortsteilen Neumagen und Dhron: Die närrischen Chronisten griffen bei der großen Prunk- und Galasitzung der KG Fröhlicher Steuermann viele Themen auf - mal nur zum Lachen, aber auch mit nachdenklichem Unterton. "Ich bin im Moselland als Römer ein Migrant", sagte beispielsweise Martina Heintz. An ihrem 60. Geburtstag stieg die Schriftführerin der Karnevalsgesellschaft als Vertretung des ausgefallenen etatmäßigen Steuermanns in die Bütt. "Zum zehnjährigen Vereinsjubiläum habe ich als Elfjährige den Prolog gehalten, da dachte ich, dass ich das jetzt auch machen kann", erklärte Heintz.

So mussten die Neumagen-Dhroner im Bürgerhaus Römerkastell ebenso wenig auf ihre traditionsreiche Figur verzichten, wie auf Gardetänzen von den Kleinsten bis zur Maxi-Garde oder auf Urgestein Klaus Leitzgen. Der 75-Jährige blickte zusammen mit Marlies Freudenreich als Wanderer vom Türmchen vom gegenüberliegenden Moselufer auf den Doppelort, sah Dhron wie Phoenix aus dem Nebel aufsteigen und freute sich: "Wer hätte vor 50 Jahren gedacht, dass Neumagener und Dhroner zusammen im Römerkastell feiern würden?"

Mini-Garde (Trainerinnen: Karin Eickenberg, Sandra Görgen), Kleine Midi-Garde, Große Midi-Garde (Trainerinnen Sabine Zenzen, Michelle Herrmann), Maxi-Garde (Trainerinnen: Michelle Herrmann, Sophie Schultz), Die Wanderer: Klaus Leitzgen und Marlies Freudenreich, Reini Philipps, Dorfgeschehen von Thomas Klaeren, Prolog Steuermann (Martina Heintz), Gesang: de Pedchesträder (Martin Schultz, Uwe Felzen, Jürgen Leitzgen, Detlef Klaeren, Lix Fleischer), Sketch Aschenblödel (Thomas Klaeren, Dirk Doppelhamer, Christian Böhmer, Trudi Engel, Sandra Kruppert, Carmen Maringer-Lemmermeyer), Technik: Rüdiger Schwarz, Achim Felzen, Michael Leitzgen, Elferrat: Jürgen Schimpchen (Präsident), Alfred Helberstett, Dirk Doppelhamer, Thomas Klaeren, Jannik Klaeren, Alfons Schmitz, Frank Böhler, Sascha Erz, Sebastian Leitzgen, Otti Görgen, Lars Görgen. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

Projekt: Schüler informieren über jüdisches Leben


(Neumagen-Dhron) Neumagen-Dhron (cb) Das ist mehr als nur ein Blick in die Vergangenheit. In Neumagen-Dhron laufen die Vorbereitungen für die Ausstellungen "Jüdisches Leben in Neumagen-Dhron" der Friedrich-Spee-Realschule plus Neumagen-Dhron und "Unge(rechtes) Trier" des Auguste-Victoria-Gymnasiums Trier.

Eröffnet werden sie am 27. April im Neumagen-Dhroner Rathaus. Schüler der Realschule gestalten zu diesem Thema auch Schaufenster (der TV berichtete). Der Fachbereich Ethik und Religion führt einen interreligiösen Exkurs zu den abrahamischen Religionen durch. Die Ergebnisse werden ab dem 2. Mai auch Teil der Ausstellung sein. Arbeitskreis Judentum in Neumagen wird in Zusammenarbeit mit dem Emil-Frank-Institut Wittlich am 9. Juni eine Gedenktafel am jüdischen Friedhof in Neumagen aufstellen. Ziel des Projekts ist unter anderem die Steigerung von Achtung, Toleranz und Wertschätzung gegenüber anderen Religionen und Kulturen. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

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