Wein und Kultur im ältesten Weinort Deutschlands

Bunter Zug in engen Gassen


Neumagen-Dhron. Trotz Regenschauer starteten die Fastnachtsjecken in Neumagen-Dhron ihren Umzug in den engen Gassen des Ortsteils Dhron. Von dort aus schlängelten sich bunte Wagen- und Fußgruppen durch den Ort und feierten ausgelassen Karneval.(Quelle: Trierischer Volksfreund)

Die Mhnen strmen das Rathaus


Gute Laune beim Frhlichen Steuermann


Neumagen-Dhron. Flotte Gardemädchen und eine tolle Mischung aus Wortbeiträgen und Gesang begeistern die Gäste.

Als Einstimmung in die Sitzung der Karnevalsgesellschaft „Fröhlicher Steuermann“ tanzte die Gruppe Maxi Motion einen akrobatischen Hip-Hop-Dance. Der Prolog des Fröhlichen Steuermanns beschäftigte sich mit den vielen Baustellen und der farblichen Zoneneinteilung des Ortes. Höhepunkte waren zwischen den Darbietungen die verschiedenen Kinder-Tanzgruppen und die Prinzengarde der KG.

Klaus Leitzgen erzählte als Märchentante gekonnt vom Dorfgeschehen. In Neumagen-Dhron ist ein großer Schatz vergraben. Deshalb sind in fast allen Straßen die Bagger fleißig auf der Suche. Reini Philipps erklärte: „Früher waren Neumagen und Dhron getrennt, dann kam die Kommunalreform  und hat beide Orte zusammengefügt. Jetzt haben die Bagger die beiden Orte wieder getrennt. Das war nicht gut, denn man hat erkannt, ohne die Dhroner geht es nicht. Hedi Klären, die Frau für die Welt, will bei der nächsten Bürgermeisterwahl antreten. Sie hatte die passenden Argumente als elegante Dame und als burschikoser Mann nach dem Motto: „Man muss nix gelernt haben, aber dabei kann man noch viel Geld verdienen.“

Die Pedschesträder präsentierten sich frisch, frech, fröhlich und begeisterten mit bekannten Melodien und Texten aus dem Dorfgeschehen. Bei dem Lied über „Reinis leuchtendes Herz in der Held“ tobte der Saal. Es folgte die ZDF Hitparade mit „Dieter Thomas Heck“. Die Prinzengarde präsentierte mit viel Akrobatik gekonnt ihren Gardemarsch. Wie beweglich „alte Damen“ sein können, das stellten die Residancien unter Beweis. Sie wurden von einer Trainerin so fit gemacht, dass sie im Anschluss einen flotten und dynamischen Tanz auf das Parkett legen konnten. Mit dem Sketch „Der Sechserpack vom Arbeitsamt“ begeisterten dynamische junge Ladys und ein junger Mann das Publikum. Das Männerballett begeisterte als „Retter“ für einen alten Rentner mit Herzstillstand. Sexy Krankenschwestern holen ihn ins Leben zurück und legen mit dem „Wiederbelebten“ einen heißen Tanz auf die Bühne.

Zum großen Finale brachten die Pedchesträder gemeinsam mit allen Akteuren des Abends den Saal zum Kochen.

Mitwirkende: Maxi Motion: Dario Böhlinger, Helli Fass, Leon Hoffmann, Marielle Junk, Kaufmann Jana, Alina Kohlbacher, Livia Kriegelstein, Paul Lehnert, Sam Lehnert, Edda Schmitt, Ines von Scotti, Frieda Schwab, Trainerin: Jenny Esseln; MINI - Garde: Muntas Aidid, Sina Engel, Leni Heinrichs, Ola Krywosz Lena Lübeck, Franziska Matheus; Alina Neuss, Sophie Leitzgen, Malwina Sobczyk, Maya Czyz, Marie Zenzen, Trainer: Bianca Leitzgen, Nina Matheus; MIDI-Garde und Schowtanz „Regenbogenfarben“ Laura Böhler, Nicole Fuchs, Lilli-Ann Karl, Hanna Klein, Maja Kywosz, Merle Lemmermeyer, Julia Meyer, Alina Schmitz, Kisha Schreieck, Theresa Später. Trainer: Sophie Böhler, Claidia Böhler; Maxi – Garde: Ines da Motta von Scotti, Jule Thömmes, Katharina Görgen, Klara Bollig, Lola Sledsens, Maya Bollig, Michelle Falkenburg, Nele Bohr, Senay Evertz, (Theresa Später, hat immer fleißig mittrainiert) Trainer: Sabine Zenzen, Michelle Herrmann; Prinzengarde: Michelle Herrmann, Meret Becker, Sophie Schultz, Kathleen Greis, Sophie Böhler, Ani Barboui, Elena Monzel Trainer: Sophie Schultz, Michelle Herrmann; Vorträge: Martina Heintz – Prolog (Steuermann, wie immer), Klaus Leitzgen – Märchentante Reini Philipps – Dorfgeschehen´Hedi Klaeren;Sketche: Residancien: „Seniorensport“; Da Motta-von Scotti Monica, Eickenberg Karin, Everts Iris, Falkenburg Petra, Heinrichs Anne, Leitzgen Bianca, Zenzen Sabine; Der sechser Pack vom Arbeitsamt: Böhler Sophie, Greis Kathleen, Herrmann Michelle, Schultz Sophie, Zenzen Sabine, Niclas Bollig; Sketch – die Hitparade: Dirk Doppelhamer, Trudi Engel, Steinbrecher Michaela, Görgen Sandra, Carmen Maringer- Lemmermeyer, Hedi Klären, Mario Klären, Kaisa (Katharina) Padewska, Alfons Schmitz; Technik: Leon Matheus; Gesang: de Pedschesträder; Martin Schultz, Uwe Felzen, Jürgen Leitzgen, - neue Besetzung. Achim Felzen, Stefan Rogowski; Männerballett: Christian Falkenburg, Jannik Klaeren, Martin Eifel, Sebastian Leitzgen, Thomas Klaeren, Stefan Kupp, Simon Greis, (Christian Böhmer), Trainerin; Magdalena Leitzgen; Ton- und Bühnentechnik: Rüdiger Schwarz, Achim Felzen, Michael Leitzgen; Elferrat: Präsident: Jürgen Schimpchen, Alfred Helberstett, Dirk Doppelhamer, Thomas Klaeren, Maurice Klaeren, Alfons Schmitz, Sebastian Leitzgen, Otmar Görgen, Lars Görgen, Mario Klären, Dieter Heintz. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

Ob mit Handicap oder ohne: Jeder kann Musik


Neumagen-Dhron. Der Verein Amme ist bundesweit einzigartig: Gegründet vor fünf Jahren, hat er seitdem Hunderten behinderter Menschen eine fundierte musikalische Ausbildung ermöglicht. Von Christine Catrein

Martin Möhlig ist Schlagerfan. Jeden Freitag kommt er zum Musik-Unterricht. Den Titel, den er übt, hat er sich selbst ausgesucht: „Schatzi schenk mir ein Foto“ von Micky Krause. „Hau rein!“ Dieser Aufforderung seines Lehrers Bernd Jakob kommt Martin sofort nach: Voll konzentriert schaut er auf sein Notenblatt und spielt erst die einzelnen Töne, dann zupft er zu der Originalmusik aus dem Computer. Martin Möhlig ist einer der Musikschüler, die von dem Verein Amme profitieren, den sein Vater vor fünf Jahren gegründet hat.

 

Ob alt, ob jung, ob beeinträchtigt oder sozial schwach: Jeder soll die Möglichkeit haben, Musik zu lernen und zu machen. Das ist die Überzeugung von Günther Möhlig aus Neumagen-Dhron. Das war auch seine Motivation, den Verein Amme zu gründen. Amme steht für „Musiker für Musiker im Einsatz“ und widmet sich Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Beeinträchtigung. Denn als Vater eines Sohnes mit Down-Syndrom hat Möhlig erfahren, wie positiv sich Musik auswirken kann. Da es kaum entsprechende Angebote für Menschen mit Behinderung gab, wollte Möhlig genau diese Lücke schließen. „Ich wollte etwas schaffen, das im musikalischen Bereich vergleichbar ist mit den Special Olympics im Sport.“

Viel hat er seitdem geschafft: In neun Förderschulen, fünf Musikschulen und vier Werkstätten der Region sind 300 behinderte Schüler in musikalischer Ausbildung. Rund 260 000 Euro wurden in den vergangenen fünf Jahren investiert. Das Geld stammt aus Spenden von Privatleuten, von diversen Stiftungen wie der Nikolaus-Koch-Stiftung und der SWR-Aktion Herzenssache. Es gibt jeweils eine Anschubfinanzierung – in der Hoffnung, dass die Projekte danach weiterlaufen und sich die Schulen und Werkstätten selbst um die weitere Finanzierung kümmern. In fast allen Fällen sei das gelungen. Der Verein ist in der ganzen Region tätig (siehe Extra). Und das ist das Besondere: Nach dem Pilotprojekt mit mehr als 300 Schülern aus der Region gibt es seit November 2017 16 weitere Kooperationen zwischen Förderschulen und Musikschulen in ganz Rheinland-Pfalz. Eine ähnlich flächendeckend arbeitende Organisation gebe es in Deutschland nicht noch einmal, sagt Möhlig. Nachdem Rheinland-Pfalz nun „angeschoben“ ist, werden im Saarland fünf und in Baden-Württemberg 20 Einrichtungen mit ins Boot genommen.

 

Mit dieser Entwicklung ist er sehr zufrieden. Enttäuscht ist er hingegen von Politik und Verbänden: „Ich würde mir wünschen, dass die sich mehr mit Taten als mit Worten einbringen.“

Ein weiteres Anliegen ist dem Hobbymusiker die Qualifikation der Lehrer. Es gebe immer noch Berührungsängste und der Aufwand, behinderte Menschen zu unterrichten sei größer. Es brauche mehr Geduld, Zeit und Aufwand, etwa um Noten so zu schreiben, dass sie auf den jeweiligen Schüler angepasst sind.

Einer, der das seit einigen Jahren macht, ist Bernd Jakob. Der Gitarrist unterrichtet jeden Freitagmorgen im Cusanus Hofgut auf dem Kueser Plateau behinderte Menschen. Und das mit großer Freude. „Einer kann Töne, der andere Akkorde. Man muss jeden da abholen, wo er steht.“ Und auch schon mal ideenreich sein: Da Martin Möhlig Linkshänder ist, hat Jakob kurzerhand auf dessen Gitarre die Saiten seitenverkehrt eingespannt. Damit kommt der junge Mann, der eine Werkstatt des DRK-Sozialwerks besucht, bestens zurecht. Genauso wie mit den Noten, die ihm Jakob aufgeschrieben hat.

Ein weiterer Baustein: Um Lehrer besser auf die speziellen Anforderungen vorzubereiten, bietet der Verein Amme regelmäßig Fortbildungen für Lehrer an.

Ein großes Anliegen des dreifachen Vaters ist außerdem, dass behinderte Musiker mehr in Vereine und Chöre integriert werden. Es gebe zwar einzelne Beispiele von Musikvereinen, in denen Behinderte aktiv sind, aber es sei immer noch die Ausnahme. Möhlig: „Es wäre schön, wenn alle Menschen integriert werden könnten, die mitmachen wollen – egal, welche Fähigkeiten sie haben.“

Unter Inklusion versteht der Unternehmensberater aber weitaus mehr: „Für mich ist Inklusion auch, ältere Menschen, die beispielsweise nach Jahren wieder einsteigen wollen, zu integrieren. Oder Flüchtlinge, sozial Schwache oder Benachteiligte.“

Wo sieht Möhlig seinen Verein zum zehnten Jubiläum? „Ich hoffe, dass die Politik erkennt, dass sie organisatorisch und finanziell so handelt, dass die Verbände das tun, was ich jetzt mache – in allen Bundesländern.“ Denn Schlagerfans, die selbst gern Musik machen, gibt es überall. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

Informationen von Innogy ber schnelles Internet


Neumagen-Dhron/Piesport-Zimmet. Das Unternehmen Innogy arbeitet im Auftrag des Kreises Bernkastel-Wittlich am Aufbau der flächendeckenden Breitband-Infrastruktur für schnelles Internet.

Die bisher unterversorgten Adressen im Bereich der Weingartenstraße und Enschenmühlerweg in Neumagen-Dhron und der Piesporter Ortsteil Zimmet sollen bald angeschlossen werden. Teilweise werden Glasfaseranschlüsse direkt in die Häuser hineinverlegt. Dadurch gebe es im einzelnen sehr hohe Übertragungsraten. Innogy informiert am Donnerstag, 14. Februar, ab 19 Uhr in der Dhrontalhalle. Anwohner  und Gewerbetreibende aus den neuen Ausbaugebieten sind eingeladen.
(Quelle: Trierischer Volksfreund)

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