Wein und Kultur im ältesten Weinort Deutschlands

Eröffnung Südtorplatz


Attraktion in Neumagen-Dhron: Neue Skulptur auf neuem Platz

Das Weinschifffest in Neumagen-Dhron hat sich im Veranstaltungskalender der Moselgemeinde fest etabliert. Feuerwerk, Festumzug und natürlich die Fahrten mit der Stella Noviomagi, des nach römischen Vorbild nachgebauten Weinschiffs, ziehen alljährlich viele Neugierige an. In diesem Jahr ist ein weiterer Programmpunkt hinzugekommen.

Bereits vor dem offiziellen Beginn der dreitägigen Veranstaltung ist eine neue Attraktion für Neumagen-Dhron vorgestellt worden, die den römischen Rundweg durch den Ort erweitert. Die Neumagener Weinkönigin Michelle I. und ihre Weinprinzessinnen Kathleen und Lea haben vor etwa 250 Neugierigen den Nachbau eines römischen Grabdenkmals enthüllt. Es zeigt einen Bären, der einen Eber schlägt.

1878 sei die Originalfigur gefunden worden, die zur Dauerausstellung des rheinischen Landesmuseums in Trier gehört, sagt Marcus Reuter, Direktor des Museums. Die 1,2 Tonnen schwere Replik aus Sandstein sei eine Bereicherung für den Ort, sagt Reuter. Das Motiv gebe es in Deutschland nur noch ein weiteres Mal. Was die Römer damit ausdrücken wollten, kann Reuter nicht sagen. "Der Bär wird sein Geheimnis weiter mit sich rumtragen." Der Standort der Figur ist der Südtorplatz. Der Name Südtorplatz an der Ecke Römerstraße/Burgstraße/Hinterburg unweit der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, wird auch vielen Neumagenern noch nicht geläufig sein. Denn dieser war bis vor Kurzem noch ein Garten.

Erst bei der Enthüllung der Figur hat Ortsbürgermeister Michael Thomas den Namen bekannt gegeben. Dort habe sich einst das Südtor der römischen Kastellanlage befunden, dessen Durchgang durch Basaltsteine angedeutet wird, sagt er. Ein Streifen mit Steinen entlang der Mauer des an den Platz angrenzenden Wohnhauses deutet die ehemalige Kastellmauer an. Der etwa 16 Meter lange und an der breitesten Stelle etwa acht Meter breite Platz ist im vorne liegenden Bereich gepflastert, im hinteren Bereich mit Split bedeckt. 55 000 Euro hat die Gemeinde in die Gestaltung des Südtorplatzes investiert, 17 000 hat alleine die Figur gekostet, sagt Thomas.

Bund und Land haben das Projekt mit 75 Prozent über das Programm Historische Stadt gefördert, 2000 Euro steuerten Sponsoren bei.  (Quelle: volksfreund.de)

Literarischer Abend gegen das Vergessen


(Neumagen-Dhron) Neumagen-Dhron (red) Die Schulgemeinschaft der Friedrich-Spee-Realschule plus hat zum Abschluss ihres fächerübergreifenden Projektes "Juden in Neumagen" einen literarischen Abend im Römerkastell veranstaltet. Zum Auftakt der besinnlichen Veranstaltung erklang jüdische Klezmermusik. Drei syrische Mädchen stellten ein arabisch-deutsches Bilderbuch vor, und Texte von Zeitzeugen wurden vorgelesen. Einige Schüler stellten ihren Nachbau der Neumagener Synagoge und jüdischen Schule vor, andere tanzten zu dem jüdischen Lied Hevenu Shalom aleichem. Höhepunkt des Abends war das Theaterstück "Nathan der Weise" der Klasse 7b.

(Quelle: Trierischer Volksfreund)

Aufwind für die Freundschaft


(Neumagen-Dhron) Zum Treffen der Partnergemeinden Neumagen-Dhron und Coulanges-la-Vineuse setzen die Teilnehmer ein besonderes Zeichen.

Neumagen-Dhron Gäste und Gastgeber sind sich einig: Es war ein schönes Wiedersehen. Gekrönt von einem Ausflug nach Trier, einem Festakt und einem "Zeichen für Europa". Am Abreisetag der Gäste ließen Bürger der Partnergemeinden Neumagen-Dhron und Coulanges-la-Vineuse (Info) 60 Ballons in den Himmel steigen. Dafür versammelten sie sich auf einer Wiese am Moselufer unterhalb des Info-Pavillons in der Nähe des Weinschiffhafens. Von dort aus trieben die Ballons im Blau der Europäischen Union davon, begleitet von Musik und Gesang, der Europahymne "Ode an die Freude".

Mit der Aktion wollten sie ihre Verbundenheit mit ihrer Partnergemeinde "und zu einem friedlichen Europa" zeigen, erklärte Ortsbürgermeister Michael Thomas. Für ihn war es das erste Partnerschaftsfest als Gemeindechef. Zum jüngsten Treffen, 2015 in Burgund, hatte er nicht mitfahren können. Umso mehr genoss er nun die Gastgeberrolle. Es sei einfach schön, zu sehen, "wie viel Herzblut da von beiden Seiten rein gesteckt wird".
Laut Evelyne Sarrazin-Settelmeier, der Vorsitzenden des Partnerschafts-Komitees von Neumagen-Dhron, steht er mit dieser Sicht nicht alleine da. Auch ihre französischen Freunde seien jedes Mal begeistert. Daniel Girard, Bürgermeister von Coulanges-la-Vineuse, bestätigte das für die 23 Gäste aus Burgund. Und immer wieder gebe es Neues zu entdecken in Neumagen-Dhron, nannte er als jüngste Beispiele den Archäologischen Rundweg.

Extra: ZWEI GEMEINDEN, EINE PARTNERSCHAFT


1964 knüpfen Bürger beider Gemeinden erste freundschaftliche Bande. In aller Form besiegelt wurde das 15 Jahre später, im Mai 1979, mit dem offiziellen Partnerschaftsvertrag. Anfangs besuchten sich die Partner jährlich, mal an der Mosel, mal in Burgund. Inzwischen sehen sie sich alle zwei Jahre, was der Freundschaft aber offensichtlich keinen Abbruch tut. (Quelle:Trierischer Volksfreund)

Auch an einem verregneten Sonntag darf an der Mosel gelacht werden


Bernkastel-Kues/Neumagen-Dhron Der Himmel weinte zwar beim verkaufsoffenen Sonntag in Bernkastel-Kues, doch mehreren Künstlern, allen voran dem Kröver Christoph Engels, gelang es trotzdem die Stadt zum Lachen zu bringen. Das Straßentheater auf dem Marktplatz kam bei den Zuschauern gut an. Inwieweit die gute Laune auf die Lust am Kaufen ausstrahlt, wird wahrscheinlich erst die Zeit zeigen. Der verregnete Sonntag dürfte nicht unbedingt ein Maßstab sein - obwohl es um 14 Uhr in Zentrumsnähe keinen freien Parkplatz mehr gab.

Das Projekt soll aber keine Einmal-Veranstaltung bleiben. Der Werbekreis der Stadt will "Bernkastel Lacht" gerne ins Rahmenprogramm der verkaufsoffenen Sonntage aufnehmen. Da eine neue Vorschrift besagt, dass diese beliebte Art des Einkaufs nur in Verbindung mit einer zusätzlichen Veranstaltung erlaubt wird, bietet sich das natürlich auch an.
Der Werbekreis hat für das gestrige Projekt 5000 Euro für Künstlergagen bereitgestellt (der TV berichtete). Nach jedem Auftritt wurde auch noch ein Hut herumgereicht. "Das ist ein alter Brauch und auch eine direkte Form der Anerkennung", so Christoph Engels über das besondere Flair.
Engels auf dem Hochrad, die Seilartistin Sarah Stiefel, die musikalischen Stelzengänger vom Duo Grande und der Bauchredner Jürgen Krämer haben das Motto mit Leben erfüllt: Sie haben erreicht, dass Bernkastel-Kues lacht - zumindest auf dem Marktplatz.

"Eine tolle Aktion", lobte Urlauber Rainer Möller aus Bielefeld, der erst wenige Stunden vorher in Bernkastel-Kues angekommen war, um mit Partnerin Monika Kruse eine Sport- und Aktivwoche zu verbringen. Christoph Engels, der wie die anderen Künstler auch, die Nähe zum Publikum suchte und fand, hatte ihn zu einem seiner Helfer gemacht.


In Neumagen-Dhron war bei gleicher Witterung die römische Vergangenheit der Aufhänger für den verkaufsoffenen Sonntag. Angeregt durch ein Forschungsprojekt der Goethe-Universität Frankfurt und der Direktion des Rheinische Landesmuseums Trier zum Thema "Römische Denkmäler" mit dem Schwerpunkt "Funde aus Neumagen" fand der Tag des römischen Denkmals statt. Er soll Einheimischen und Gästen die Bedeutung des Ortes für die römische Geschichte vermitteln.
Die Stella Noviomagi, der Nachbau des römischen Weinschiffs, war auf der Mosel unterwegs, das römische Museum hatte geöffnet, und es gab Gästeführungen unter dem Motto "Auf den Spuren der Römer". Aktiv war auch die Feuerwehr. Gefeiert wurde der vor zehn Jahren erfolgte Zusammenschluss der Wehren aus Neumagen und Dhron.

(Quelle: Trierischer Volksfreund)

Neumagen-Dhron erweitert sein historisches Dorfbild


Neumagen-Dhron erweitert sein historisches Dorfbild um einen neuen Platz


Wer auf den Spuren der Römer auf dem archäologischen Rundweg in Neumagen wandelt, wird bald an der Kreuzung der Römerstraße und der Burgstraße einen neuen Platz vorfinden. Der Torturmplatz stellt die südliche Grenze der spätantiken Straßenfestung dar. Die Lage an der südlichen Toranlage verleiht dem Platz seinen Namen.

Die Platzgestaltung
Die trapezförmige Fläche wird so aufgeteilt und gestaltet, dass dem Besucher die Grundrisse der ehemaligen Befestigungsanlage direkt ins Auge fallen. Dieses Bodenbild wird durch unterschiedliche Pflasterung umgesetzt. Anziehungspunkt wird die „Bär-schlägt- Keiler“-Skulptur sein. Platziert im vorderen Zugangsbereich, zieht sie Besucher an und steht stellvertretend für viele Ausgrabungen, welche in Neumagen gefunden wurden. Die Tierfigur zeigt einen Tierkampf, welcher als Sinnbild für Leben und Tod steht. Ihre Entstehung wird um 200 nach Christi datiert. Sie diente als Aufsatz eines großen Grabmals, welches aus Sandstein gemeißelt wurde.

Planung
Nach einer Planungsphase von zwei Jahren soll der Bau im April 2017 beginnen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich acht Wochen dauern. Die Vorplanung übernahm zunächst das Büro Deubert aus Quirnheim. Für die Finalplanung sowie die Bauüberwachung wurde das Büro Garth aus Bernkastel-Kues engagiert. Dank der finanziellen Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz kann das Projekt realisiert werden, für welches sich die Gesamtkosten auf rund 65000 € belaufen.


Historischer Hintergrund
Im frühen 1. Jahrhundert entsteht an der Fernstraße Trier-Bingen-Mainz eineStraßenstation. Die sich daraus entwickelnde Siedlung wird allerdings um 275 nach Christi durch Germaneneinfälle zerstört. Diese ist heute als Rundweg ins Dorfbild eingebettet. In Führungen kann man an einzelnen Stationen den Rundweg erkunden, welche die Besucher in die damalige Zeit versetzen. Steintafeln erklären in verschiedenen Situationen das ovale Kastell. Dieses bestand aus dreizehn ummauerten Rundtürmen sowieeiner nördlichen und südlichen Toranlage.Bei Interesse an den echten Ausgrabungen empfiehlt sich ein Besuch des Rheinischen Landesmuseums in Trier. Im Neumagener Saal finden sich allerlei in Sandstein gehauene Skulpturen sowie Szenen, welche in Neumagen ausgegraben wurden.


Verfasserin: Gudrun Nilles

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