Wein und Kultur im ältesten Weinort Deutschlands

Verwaltungsexperte und Schiedsmann: 79-jähriger Neumagen-Dhroner feiert seltenes Dienstjubiläum


Edmund Anderle aus Neumagen-Dhron steht seit 1954 im Dienst des Landes Rheinland-Pfalz – erst als Verwaltungsexperte und dann als Schiedsmann.

Diese Urkunde sollte Edmund Anderle unbedingt in Ehren halten. Vielleicht wird sie noch richtig wertvoll. Ministerpräsidentin Malu Dreyer habe mitgeteilt, „der Anlass sei so ungewöhnlich, dass die Jubiläums-Zuwendungsverordnung gar keine Urkunde vorsieht“. 50 Jahre stand Edmund Anderle im Dienst der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron. Zuletzt leitete er das Ordnungs- und Sozialamt. In dieser Zeit, die Ende November 2004 endete, war Anderle auch schon als Schiedsmann tätig. Dieses Ehrenamt bekleidet er immer noch. Und so kommt eine ungewöhnliche Ehrung zustande: 65 Jahre im Dienst des Landes Rheinland-Pfalz.

In dieser Zeit habe Anderle alle Bundeskanzler und sechs Päpste erlebt. Sein Büromaterial habe anfangs höchstens aus einer Schreibmaschine bestanden. „Und es gab nur ein Telefon für das ganze Haus“, sagt Oliver Emmer, Direktor des Amtsgerichts Bernkastel-Kues. Er überreicht dem 79-Jährigen die Urkunde. Auch Leo Wächter, hauptamtlicher Beigeordneter der VG Bernkastel-Kues, Lieselotte Fohl, Vorsitzende des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen, Bezirksvereinigung Trier, und Roland Klingel, Büroleiter des Amtsgerichts, würdigen Anderles langes Wirken – in der Hoffnung, dass er noch möglichst lange als Schiedsmann weitermacht.

Geistig ist der Mann mehr als fit: Er weiß noch genau, dass er an einem Mittwoch, 1. September 1954, sein Amt als Lehrling bei der Gemeindeverwaltung Neumagen-Dhron antrat. 14 Jahre alt war er da. Mit dem Fahrrad sei er von Dhron nach Neumagen gefahren. Jeden Glockenschlag habe er gezählt. „Nur heim habe ich gedacht“, erzählt der 79-Jährige. Es habe etwas Zeit gebraucht, bis ihm die Arbeit gefallen habe. Damals sei die Verwaltung mittwochsnachmittags geschlossen gewesen. Dafür habe sie samstags geöffnet.

Weil seine Eltern umzogen, verbrachte Anderle einige Jahre in Haßloch (Pfalz), wo er als Beamtenanwärter eingestellt wurde. „Damals wäre ich lieber Angestellter geworden, weil es da mehr Geld gab“, erinnert er sich. Um die 200 Mark verdiente er 1960. Am 1. April 1962 kehrte er alleine nach Neumagen-Dhron zurück und bezog ein karg möbliertes Zimmer.

Fünf Bürgermeister habe er erlebt und sei mit allen klargekommen. Er habe aber auch gewusst, wie er sie zu nehmen hatte. Das Ende der VG Neumagen-Dhron und die Verschmelzung mit der VG Bernkastel-Kues am 1. Januar 2012 erlebte er nicht mehr im Amt, hat aber eine klare Meinung dazu. Der Wechsel im Zuge der Kommunalreform sei alternativlos gewesen. „Die VG Neumagen-Dhron war mit ihren vier Orten einfach zu klein. So wie es jetzt ist, ist es gut. Wir gehören hierhin“, sagt er.

In der VG Neumagen-Dhron leitete Anderle von 2004 bis 2011 auch die Volkshochschule (VHS). Nach dem Wechsel nach Bernkastel-Kues blieb er als Ansprechpartner für die Kurse im Bereich Neumagen-Dhron erhalten. Wegen der Arbeit bei der VHS und als Schiedsmann sei er auch nicht in das berühmte Loch gefallen, sagt er. Im November feiert Edmund Anderle im Kreise seiner Familie (fünf Kinder, neun Enkel) seinen 80. Geburtstag. Dann wird er bestimmt auch aus seinem Leben erzählen. Dies beherrscht er meisterhaft. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

 

Singen macht Spaß, singen tut gut


In Neumagen-Dhron treffen sich alle paar Monate ganz ungezwungen Menschen aller Altersstufen, die Freude am Gesang haben.

„Singen macht Spaß, singen tut gut, ja singen macht munter und singen macht Mut“, heißt es in einem hübschen Kanon, der gerne von Chören zum Einsingen angestimmt wird.

Von diesen Gedanken sind viele Menschen aus Neumagen-Dhron und Umgebung überzeugt – Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Sie treffen sich alle paar Monate ganz ungezwungen und ohne Verpflichtung. Die Idee dazu hatte Günther Möhlig. Der begeisterte Hobbymusiker hat „Sing mit“ ins Leben gerufen. Möhlig: „Es ist wichtig, den Gesang in Chören zu pflegen. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass es viele Leute gibt, die gerne singen, sich aber nicht in einem Verein binden wollen.“

Ladesäule für Elektroautos in Neumagen-Dhron in Betrieb genommen


Kooperation der Ortsgemeinde mit innogy

Neumagen-Dhron, 5. Juni 2019

 

Die Ortsgemeinde Neumagen-Dhron geht beim Ausbau der Elektromobilität voran und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Daher ist eine öffentliche Ladestation für Autostrom von innogy am neu errichteten Parkplatz hinter der Tourist-Information in der Römerstraße in Kooperation mit der Ortsgemeinde aufgestellt worden. Die Infrastruktur steht ab sofort für alle Nutzer von Elektroautos zur Verfügung. Zur Inbetriebnahme der neuen Infrastruktur kam Ortsbürgermeister Michael Thomas gemeinsam mit dem hauptamtlichen Beigeordneten der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues Leo Wächter und Vertretern von innogy zusammen.

 

„Als Gemeinde nehmen wir unseren Auftrag ernst, eine Vorbildfunktion beim Ausbau der Zukunftstechnik Elektromobilität auszuüben. Wir freuen uns, dass wir in Neumagen-Dhron mit diesem Angebot einen Anreiz für mehr emissionsarme und leise Fahrzeuge geben können. Wir leisten damit einen Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur für Autostrom und zum Tourismus in der Region“, erklärte Ortsbürgermeister Thomas. Leo Wächter von der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues ergänzte: „Die neue Ladesäule von innogy ist ein weiterer wichtiger Schritt für den Ausbau der Elektromobilität. Wir wollen allen Autofahrern den Umstieg auf die schadstoffarme und CO2-freie Elektromobilität leicht machen.“

 

Gemeinsam betankte die Gruppe anschließend ein Elektrofahrzeug aus der umweltfreundlichen Flotte von innogy. Marco Felten, Kommunalbetreuer bei innogy am Standort Trier, erläuterte:„Elektroautos laden an innogy Ladesäulen 100 Prozent Ökostrom und sind für alle Nutzer rund um die Uhr zugänglich. Bis Ende des Jahres wollen wir in der Region Trier zu den bereits 23 in Betrieb befindlichen Ladesäulen in Kooperation mit unseren Partnerkommunen weitere 50 Ladesäulen in die öffentliche Nutzung bringen.“

 

Die Ladesäulen von innogy haben jeweils zwei 22-kW-Ladepunkte, die das gleichzeitige Aufladen von bis zu zwei Elektrofahrzeugen möglich machen. Abgerechnet wird entweder über einen Autostromvertrag oder per Paypal bzw. Kreditkarte. innogy übernimmt bei allen Ladesäulen die Installation, Wartung und den Betrieb der Technik. Ebenso kümmert sich das Unternehmen um die Bereiche Abrechnung, die Endkundenhotline  und um die Strombeschaffung aus regenerativen Energiequellen.

 

innogy hat als Deutschlands führender Ladenetzbetreiber Fördermittel des Bundes für den Aufbau von neuen Ladesäulen erhalten. Die Förderung stammt aus dem „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Ladesäulen lassen sich allerdings nicht alleine durch das Förderprogramm des Bundes sowie Investitionen von innogy aufstellen. Deswegen sind bei verschiedenen Standorten zusätzlich die Kommunen oder Werbepartner beteiligt. Über das Programm PauLe (Parken und Laden elektrisch) von innogy haben Unternehmen die Möglichkeit, die Aufstellung von Ladesäulen finanziell zu unterstützen und so die Elektromobilität in ihrer Heimat voranzutreiben.

 

Bei Rückfragen

Ansprechpartner für die Medien:

David Kryszons

T +49 651 812-2299

M +49 152 5470-57 17

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Über die innogy SE

Die innogy SE ist ein führendes deutsches Energieunternehmen mit einem Umsatz von rund 43 Milliarden Euro (2017), mehr als 42.000 Mitarbeitern und Aktivitäten in 15 europäischen Ländern. Mit ihren drei Unternehmensbereichen Erneuerbare Energien, Netz & Infrastruktur und Vertrieb adressiert innogy die Anforderungen einer modernen dekarbonisierten, dezentralen und digitalen Energiewelt. Im Zentrum der Aktivitäten von innogy stehen unsere rund 22 Millionen Kunden. Diesen wollen wir innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten, mit denen sie Energie effizienter nutzen und ihre Lebensqualität steigern können.

Weitere Informationen unter www.innogy.com

Ein Hauch von Huckleberry Finn


Beim Dampfboot-Treffen auf der Mosel bei Neumagen-Dhron herrschte eine wunderbare Retro-Atmosphäre
Von Jürgen Braun

NEUMAGEN-DHRON Wer auch immer früher dank der Geschichten von Mark Twain  die Abenteuer von Huckleberry Finn und Tom Sawyer an den Ufern des Mississippi verschlungen hat, der dürfte am Christi-Himmelfahrts-Tag in Neumagen-Dhron ein Revival erlebt haben. Das Jahrestreffen des Deutschen Dampfboot-Vereins war Nostalgie pur.

Rund um den Yachthafen In Neumagen-Dhron konnte beim jährlichen Meeting der Enthusiasten dieser frühen Form der Schipperei im wahrsten Sinne des Wortes richtig „Dampf ablassen.“ Zwar nicht mit großen Mississippi-Raddampfern wie Mitte des 19 Jahrhunderts. Dafür aber mit liebevoll restaurierten Repliken.

Info

Die Technik der Dampfboote

Die Dampfboote sind zum Teil historische Originale aus der Jahrhundertwende, andere wiederum in aufwendiger Kleinarbeit dem Original nachempfundene Replikate. Sie sind zwischen fünf und zwölf Meter lang und werden von Dampfmaschinen mit einer Leistung zwischen zwei und zehn PS angetrieben. Der Dampf wird bei zehn bar Überdruck in einem Kessel erzeugt. In allen Booten wird die Dampfanlage über Kondensation betrieben.

An der Mittelmosel fanden die pittoresken Boote, die dank  des ausgestoßenen Dampfes aus den Schornsteinen wie auch akustisch durch ihr lang gezogenes Pfeifen auffallen, begeisterten Zuspruch.  

Viele Ausflügler, die per Rad unterwegs waren oder sich über das verlängerte Wochenende einquartiert hatten, staunten nicht schlecht. Gegen ein kleines Entgelt durfte man auch die „Planken entern“ und mit dem Skipper eine Runde drehen.

Die stolzen Kapitäne der Binnenschifffahrt erläuterten auch gerne die alte, immer noch funktionierende Technik. „Ich war im Berufsleben Maschinenbau-Ingenieur. Als der Ruhestand drohte, habe ich mir ein Hobby gesucht, das mich ausfüllte und es hier gefunden.“, erklärte der Eigner der „Theansa“, dessen Boot in Kassel liegt. 

Neben technischem Verstand sollte man als Freund der Dampfboot-Nostalgie eines mitbringen: Keine Hektik, sondern Ruhe und Gelassenheit. „Bevor wir loslegen, müssen wir erst anheizen. Das geht mal schnell, mal dauert es länger.“ Das schippern mit dem Dampfboot sei  „Entschleunigung pur“.

„Luftverpester“ oder Umweltsünder sei man auch nicht: „Da lassen wir uns nicht an den Karren fahren“, sagt der langjährige Ingenieur. „Mein Boot wurde 1983 auf der Insel Reichenau gebaut, 1989 nach Deutschland überführt. Wir fahren mit Holzfeuerung, haben nachträglich einen Ölabscheider eingebaut.“ Bei einem Tiefgang von 0,5 Meter erreiche man so immerhin eine „Höchstgeschwindigkeit“ von vier Knoten, was etwa 7,4 Kilometern pro Stunde entspricht. „Aber darauf kommt es wirklich nicht an.“

Etwa 15 Boote mit Namen wie „Asphodele“, “Kaiserin Zita“ oder „Lilu“  hatten in dem kleinen Mittelmosel-Ort angelegt und die Zuschauer angelockt.  Der Deutsche Dampfbootverein trägt sein Jahrestreffen immer im jährlichen Turnus an einem anderen Ort aus. In Neumagen-Dhron war man in diesem Jahr gern gesehener Gast. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

Tourismus : Mit dem Smartphone Geschichte erleben


Im  ältesten Weinort Deutschlands wartet ab sofort ein außergewöhnliches Hör­erlebnis auf die Besucher: Entlang des archäologischen Rundwegs  auf dem Gelände des spätantiken römischen Kastells  werden spannende Geschichten und Anekdoten lebendig.

Die neue Attraktion ist die „Lauschtour-App“, ein Audioguide, der zu einer Entdeckungstour durch Neumagen-Dhron einlädt. An insgesamt elf Stationen wird römische Geschichte lebendig. Die neue Lauschtour führt auf einer Strecke von rund  800 Metern  vorbei an historischen Plätzen sowie spektakulären Funden und liefert passend dazu spannende Informationen. Claus Dürrmann von der Wein-und Ferienregion Bernkastel-Kues GmbH sieht in der Tour die Möglichkeiten die römische Geschichte erlebbar zu machen „Auf dieser besonderen Führung erlebt man den Ort mit allen Sinnen, nicht nur die Augen liefern Bilder, sondern auch die Ohren. Unterstützt durch Geräusche und interessante O-Töne wird die Fantasie des Hörers angeregt und er erlebt die Geschichte hautnah.“ Da die Lauschtour jederzeit verfügbar ist können Gäste  Neumagen-Dhron auf eigene Faust entdecken. Es gibt sie auch in Englisch und Niederländisch. Start der rund 45 minütigen Tour ist an der Touristinformation. Offiziell eröffnet wird die neue Lauschtour am Sonntag, 28. April, durch Ortsbürgermeister Michael Thomas im Rahmen des Programms zum „Tag des römischen Denkmals“  um 16 Uhr  an der Tourist!information. An diesem Tag werden außerdem eine Kulturfahrt mit dem Weinschiff Stella Noviomagi und die Gästeführung „Auf den Spuren der Römer“ angeboten. (Quelle:Trierischer Volksfreund)

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